16. Nov., 11 Uhr Neckarwestheim

In Neckarwestheim sind die etwa 40 Aktiven mit dem Befüllen aller Ballons fertig. Vorbeifahrende Autofahrer hupen der Gruppe freundlich zu. Bei guter Stimmung und mit Brezeln gestärkt wird in Redebeiträgen auf die Ereignisse der letzten Wochen in GKN 2 eingegangen.

Schon zum zweiten Mal während der letzten 14 Tage sind im Atomkraftwerk Neckarwestheim die Abgabewerte für Radioaktivität deutlich erhöht gewesen. Das erste Mal stieg die Strahlung am 27. Oktober um 0 Uhr auf das über zwanzigfache des Üblichen auf 7,2 Milliarden Becquerel/Stunde an. Das zweite Mal war ein ähnlicher Anstieg sogar auf 7,9 Milliarden Becquerel/Stunde am 07.11.13 um 13 Uhr zu beobachten. Dies haben Atomkraftgegner des BBMN und der Energiewende Heilbronn bei der Auswertung von Daten des Umweltministeriums Baden-Württemberg beobachtet. Während dem 25.10.13 bis 09.11.2013 war der Reaktor wegen eines defekten Brennelementes abgeschaltet gewesen. Vermutlich hat das defekte Brennelement den Primärkreislauf und letztendlich auch die Abluft kontaminiert.

Zu den Plänen von Umweltminister Untersteller (Grüne) und der EnBW die Brennelemente aus Obrigheim nach Neckarwestheim zur Endlagerung zu transportieren findet Gottfried May-Stürmer vom Aktionsbündnis deutliche Worte: „Wenn Umweltministerium Baden Württemberg und Atombetreiber EnBW rein zur Kostenoptimierung Castortransporte durch das Neckartal wollen, statt das beantragte Castorlager in Obrigheim endlich in verbesserter Form zu bauen, weckt dies Zweifel an der Unabhängigkeit der beim EnBW-Besitzer, dem Land Baden-Württemberg, angesiedelten Aufsicht. In den letzten Tagen hat die EnBW versucht, die Bevölkerung durch einen völlig unseriösen Vergleich der radioaktiven Emissionen aus dem Atomkraftwerk Neckarwestheim mit einem Karibikflug zu beschwichtigen, und das Umweltministerium hat diese Emissionen ebenso wie den Brennelementdefekt als ‚Normalbetrieb’ bewertet. Das weckt kein Vertrauen in die sachgerechte Beurteilung des Castorproblems.“

Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn

www.Energiewende-HN.de


14.11.2013
Luftballons gegen Areva-AKWs im indischen Jaitapur

Kinder in Sakhri Nate lassen Ballons mit Radioaktivitäts-Symbol steigen.

Sakhri Nate ist ein Dorf in der Nähe von Jaitapur, wo Areva 6 EPR-Atom-Reaktoren bauen möchte. Sakhri Nate ist ein Dorf am Meer, in dem muslimische Fischerfamilien leben. Deren traditionelle Lebensgrundlage, die Fischerei, wird von den geplanten  Atomkraftwerken bedroht. Das heiße Abwasser aus den Reaktoren würde die Temperatur des Meeres in der Umgebung erhöhen und die Fischbestände dort vernichten.

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http://indien.antiatom.net/luftballons-gegen-areva-akws-im-indischen-jaitapur/

      

Veranstalter und Unterstützer